Dienstag, 26. September. 2017

Präparation

Bei Versorgung der Patienten mit Zahnersatz, der mit dem AGC Verfahren hergestellt wurde, sind prinzipiell die Regeln der zahnärztlichen Prothetik einzuhalten. Die Vorbereitung und Selektion des Patienten hat lege artis zu erfolgen. Die Selektion und die Prognose geeigneter Pfeilerzähne entspricht dem des konventionellen Vorgehens.

Pfeilerzahnvorbereitungen
Bei der Pfeilerzahnpräparation müssen Stumpfaufbauten und Aufbaufüllungen im Vorfeld des Beschleifens durchgeführt werden. Ein späteres Ausblocken auf dem Modell oder durch das Zementierungsmaterial ist zu unterlassen. 

Kronen und Ankerkronen
Jeder überkronungsbedürftige Zahn kann langfristig und mit gutem Erfolg mit einer Galvanokrone versorgt werden. Diese Aussage gilt unter der Voraussetzung, dass der Behandler die erforderliche Sorgfalt sowohl bei der Präparation und Abformung als auch bei der Eingliederung walten lässt.
Der Zahnstumpf sollte für die Aufnahme einer Galvanokrone möglichst glatt, ohne Rillen und andere Unebenheiten mit deutlicher Präparationsgrenze präpariert werden. Eine ausgeprägte Hohlkehlpräparation oder Stufe mit abgerundeter Innenkante ist die Präparationsform der Wahl; eine Tangentialpräparation ist kontraindiziert.
Wichtig: Die okklusale, linguale bzw. palatinale Reduktion der Zahnhartsubstanz muss 1,2- 1,4 mm betragen, um eine Keramikschichtdicke von 1- 1,2 mm erzielen zu können.  
 
Abformung
Wegen der verfahrensbedingten Genauigkeit und Präzision der AGC® Galvanotechnik hat die Abformung besonders sorgfältig zu erfolgen. Dies gilt sowohl für Kronen als auch für Ankerkronen. Es ist wichtig, den exakten Präparationsrand und einen Bereich apikal der Präparationsgrenze genau in der Abformung wiederzugeben und später auf die Modellsituation zu übertragen. 
 
Gingivaverdrängung
Bei epigingival und subgingival liegenden Präparationsgrenzen gestaltet sich die Übertragung der Mund- auf die Modellsituation schwierig. Die exakte Darstellung der Präparationsgrenze bei gesunden parodontalen Verhältnissen erfolgt lege artis mit den Methoden der Gingivaverdrängung. 
 
Provisorisches Zementieren
Eine provisorische Eingliederung von galvanokeramischen Kronen, Brücken oder Einlagefüllungen ist kontraindiziert. Festsitzender galvanokeramischer Zahnersatz muss sofort definitiv zementiert werden. 
 
Definitive Zementierung
Für die definitive Zementierung eignen sich die modernen Glasionemerzemente, Zinkphosphatzemente sowie Compositebefestigungsmaterialien (in diesen Fällen hat mittels Watterollen oder Kofferdamm eine Trockenlegung des Arbeitsgebietes zu erfolgen). Die Verwendung von Zinkphosphatzementen und Glasionomerzementen beim Einsetzen von galvanokeramischen Restaurationen ist Composites vorzuziehen. Es ist darauf zu achten, daß möglichst feinkörnige Zementsorten verwendet werden, um die präzise Paßform der Galvanokronen auch nach dem Zementieren zu gewährleisten. Den Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Zementhersteller ist unbedingt Folge zu leisten. Weiterhin ist darauf zu achten, dass ein ausreichender Zementspalt vorhanden ist. Vor dem definitiven Zementieren müssen die Innenflächen der Kronen mit Alkohol entfettet werden. Die Zahnstümpfe sollten mit Bimspaste gesäubert und sorgfältig mit Wasser abgesprayt werden. Kurz vor Eingliedern der Restauration nochmals mit dem Luftbläser trocknen. Die Kronen dürfen keinesfalls vollständig mit dem Befestigungszement aufgefüllt werden. Aufgrund der guten Passung der Galvanogerüste ist es ausreichend, die Innenfläche der Restauration nur dünn mit einem Pinsel deckend zu bestreichen. Die Restaurationen können nun auf den präparierten Stumpf aufgeschoben werden. Bei sehr paralleler Pfeilerzahnpräparation kann es notwendig sein, den Zementiervorgang durch Pumpbewegungen zu unterstützen, um überschüssigen Zement nach apikal in Richtung Restaurationsrand zu schieben. Wenn die Restaurationen in der definitiven Position sitzen, empfiehlt es sich, den Patienten auf Watterollen oder Weichholzstäbchen aufbeißen zu lassen. Diese Position muß über den initialen Abbindezeitraum (5 - 10 min) durch den Patienten eingehalten werden.

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